Lemon Summer - Kody Keplinger

6/20/2017 Isa Schubert 2 Comments


  Preis: 9,99 €
Seitenanzahl: 352
Erscheinungsdatum: 09, Mai 2017
Verlag: cbt
Originaltitel: A Midsummer's Nightmare

Beschreibung: 
Die Liebe findet dich, wo du auch steckst
Seit ihre Eltern geschieden sind, verbringt Whitley die Sommerferien bei ihrem Dad. Doch was für sie sonst die beste Zeit des Jahres war, entpuppt sich diesmal als reinster Albtraum. Denn ihr Dad – Überraschung! – hat eine neue Verlobte. Und die hat einen Sohn. Der sich ausgerechnet als Whitleys One-Night-Stand entpuppt. Weil Gefühle aber so gar nicht ihr Ding sind, lenkt Whitley sich ab: Party bis zum Umfallen. Dabei übersieht sie fast die guten Dinge direkt vor ihrer Nase. Wie den Jungen, dem wirklich etwas an ihr liegt ...

Meine Meinung: 
Wisst ihr, was ich von dem Buch halte? Ja? Ich weiß es jedenfalls nicht. Viel immerhin nicht ... 
Ursprünglich habe ich mich so sehr auf das Buch gefreut - gerade weil wirklich viele davon geschwärmt haben -, aber es hat mich nur enttäuscht. 
Vor mehreren Jahren habe ich schon mal ein Buch von Kody Keplinger gelesen, welches sich "Von wegen Liebe" nennt und ja sogar verfilmt wurde. Ich weiß nicht warum, vielleicht, weil ich um einiges jünger und unreifer war, aber ich habe das Buch echt super gefunden. Im Nachhinein, und vor allem nach diesem Buch hier, kann ich mir das gar nicht mehr vorstellen. Das liegt zum einen daran, dass ich die Protagonisten wirklich furchtbar fand, aber zum anderen auch an den Ansichtsweisen, die einem durch das Buch vermittelt werden. 

Aber spulen wir erstmal zurück und schauen uns das Cover von "Lemon Summer" an. Ja ... Es ist nicht furchtbar, aber ich habe definitiv schon besseres gesehen. Ich weiß nicht, ob es direkt an der Gestaltung des Buches liegt, aber ich habe wirklich einfach kein schönes Bild von diesem Buch bekommen. Selbst das Foto für diesen Post gefällt mir nicht wirklich, aber nach gefühlten hundert Versuchen mit unterschiedlichen Perspektiven und Locations, hatte ich dann echt keine Lust mehr ...

Der Inhalt hat mich jetzt auch nicht wirklich vom Hocker gehauen. Zum einen ist die Geschichte zwar echt süß und niedlich gestaltet, aber viel zu oberflächlich und einschichtig. Die Lovestory ist hier ziemlich vorhersehbar, aber ja ... ganz gut. Die typischen Probleme von Scheidungskindern, beziehungsweise Kindern mit getrennten Eltern, dagegen sind wirklich gut und echt authentisch verfasst. Gerade bei diesen Dingen hat man echt Mitleid mit Whitley, denn ihre zahlreichen Annäherungsversuche ihrem Vater gegenüber sind so ziemlich die einzigen Momente, in welchen sie sich nicht komplett daneben benimmt. 

Whitley ist so oft nämlich so furchtbar. Sie ist egoistisch, oberflächlich und total unreif. Ihr Vater hat nach Jahren eine neue Familie gefunden, mit der er (mit fast 50 Jahren) endlich ein "normales Familienleben" führen kann und echt glücklich erscheint. Wie kann man sich da bitte so blöd verhalten und sich nicht für ihn freuen - mit 18 Jahren ... Ihre blinde Eifersucht und Wut hat mir manchmal echt die Kinnlade herunterklappen lassen, und ich weiß, wovon ich rede.
Ich bin selbst mit getrennten Elternteilen aufgewachsen - dazu muss man sagen, dass ich noch ein Kind war - und als mein Vater dann meinen kleinen Bruder bekommen hat, habe ich nicht ansatzweise so dumm (tut mir leid für den Ausdruck, aber das trifft es echt am besten) reagiert wie Whitley. 

Auch alle anderen Personen sind einfach so oberflächlich und klischeehaft gehalten. 
Bestes Beispiel: Harrison. Er ist schwul und bringt natürlich jeeeedes Klischee mit. Er kritisiert alle anhand ihrer Kleidung, will Modedesign studieren, benimmt sich so derartig tuntig und will eigentlich die ganze Zeit einen heißen Kerl aufreißen - er wirkt einfach so aufgesetzt und ... unecht. 
Das ging echt gar nicht. Ich musste mir da teilweise so arg an den Kopf greifen, wenn ich seine Passagen gelesen habe. Wie kann man so etwas veröffentlichen und Schwule in so ein schlechtes Licht rücken? 

Jetzt könnte man wohl denken, dass das Lesen die reinste Hölle war - war es aber nicht. Warum? Ja, neben all diesen schlechten Faktoren an dieser Geschichte, gibt es einen bombastisch guten. Und das ist der Schreibstil. Er ist witzig, locker und sarkastisch und damit voll mein Stil. Es liest sich echt so gut und macht so sehr Spaß, auch wenn es manchmal der größte Quatsch ist, was man da liest. Aber das ist wirklich ein riesiger Pluspunkt an dem Buch. 

Fazit: Der größte Qutasch, den ich seit Laaangem gelesen habe, verpackt in einen genialen Schreibstil. Also? Gut oder schlecht? Entscheidet es selbst!



3 von 5 Sternen

Und  hier ← bekommt ihr es.

Vielen Dank an den cbt Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥ 

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Kommentare:

  1. Ich habe das mit den Klischees auxch furchtbar gefunden und es wirkte soo künstlich. Mich hat dieses Buch auch nicht vom Hocker gehauen und habe es letztendlich auch mit 3 von 5 Sternen bewertet ❤😊

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    1. Ja, oder? Schrecklich! :D Da bin ich froh, dass ich nicht aus der Reihe tanze haha :p

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