Into the Water - Paula Hawkins

9/07/2017 thatweirdbookgirl 0 Comments





Preis: 14,99 (Broschiert)
Seitenanzahl: 480
Erscheinungsdatum: 24. Mai 2017
Verlag: blanvalet
Originaltitel: Into the Water

Beschreibung: 
»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …

Meine Meinung:
Nun - nach Mooonaten - schreibe ich die Rezension zu einem Buch, mit dem ich große Startschwierigkeiten hatte! Leider kam das gesponserte Rezensionsexemplar nämlich nie bei mir an, aber dank der tollen #liesdichweg-Aktion von Thalia habe ich doch noch so ein hübsches Buch bekommen (Schicksal? :p). Deshalb erstmal ein riesiges Herz an Thalia! ♥
Aber als ich das Buch dann hatte, auf das ich so sehr hingefiebert habe, stand es dann im Regal. Und es stand weiter und weiter und weiter einfach nur rum. Warum das? Nun ja, man hat nicht besonders viel Gutes über es gehört, und selbst ich habe nicht so viel Tolles hinzuzufügen, nachdem ich mich endlich überwunden habe, es zu lesen!

Gestartet hat das Buch aber echt richtig gut. Die gegebene Situation war total verwirrend, kurios, fast schon irgendwie absurd und gerade dadurch so so so spannend und fesselnd. Vielleicht kennt ihr das ja bei solchen Stories. Man möchte einfach Ordnung in das Chaos bringen und deswegen so schnell wie nur möglich alles gelöst haben. Genau diese Spannung zieht sich auch durch das ganze Buch, was wirklich ein großer Pluspunkt des Buches ist - es verliert einfach nicht an Spannung und dem gewissen Etwas, wobei dies durch sehr kurze Kapitel und eine sehr schnelle Entwicklung unterstützt wird. 

Aber gerade das bringt leider auch eine große Enttäuschung mit sich. Es kann so spannend sein, wie es will, aber die Umsetzung ist und bleibt blöd, wenn der rote Faden in der Geschichte fehlt. Und dieser war manchmal echt ganz, ganz weit weg. Irgendwo hinter Asien wahrscheinlich. Wo der Pfeffer wächst. Jawohl.
Es haben mir manchmal einfach die Zusammenhänge im Werdegang der Story gefehlt. Eins kam zum Anderen, auch wenn es manchmal nicht wirklich nachvollziehbar, authentisch oder logisch war. 
Gerade zum Ende hin hat für mich kaum noch etwas Sinn gemacht, und gerade bei einem guten Thriller sollte man sich im Nachhinein denken: "Ah, so kam das und das zustande! Frage geklärt. Und das kam da und daher. Ungewissheit gelüftet." 
Nachdem ich in diesem Buch die letzten Seiten gelesen habe, standen ganz viele Fragezeichen über meinem Kopf. Ich kam also gar nicht mit der Auflösung klar. Sie hat mich auch nicht geflasht oder schockiert. Müsste ich meine Reaktion gestisch beschreiben, wäre es wohl ein Schulterzucken. 

Viele andere Leser des Buches haben es auch stark bemängelt, dass es zu viele Personen und Perspektivensprünge gäbe. Dem kann ich aber nicht zustimmen. Gerade das hat es total spannend gemacht und das Kleinstadt-Feeling richtig gut rübergebracht, vor allem weil man so gesehen hat, wie jeder Einzelne in die Geschichte verstrickt war.
Warum man aber (vor allem anfangs) so schlimm durcheinander kommt, ist nicht die Quantität sondern die Qualität. Denn die Charaktere sind abgesehen von ihrem Beruf und Alter kaum zu unterscheiden. Man kann sie nur schwer differenzieren, weil sie einfach nichts Eigenes und Besonderes haben. 
Trotzdem haben mir aber die Hauptpersonen Jules und Lena, ihre Hintergründe und Entwicklung wirklich gut gefallen. 

Der Schreibstil war im Großen und Ganzen auch echt super - sehr düster, kalt und distanziert. Es entsteht einfach eine wunderbare schaurige Stimmung, die perfekt zum Ort passt, welcher mich übringens sehr fasziniert hat. Ein absolut grandioses Setting, liebe Paula Hawkins! Das muss man ihr lassen. Jeden Fluss, den ich nach dem Buch gesehen habe, habe ich ganz anders wahrgenommen.
Aber zurück zum Schreibstil, der mich hin und wieder auch extrem verwirrt hat. Mal wurde es aus dem Ich-Erzähler dann wieder aus dem auktorialen Er-Erzähler geschrieben. Wenn es dahinter eine Bedeutung oder einen Sinn gab, klärt mich bitte auf. Ich hab da leider mal wieder gar nichts verstanden.

Fazit:
Ein Thriller, den man eher aus reinem Interesse statt wirklichem Nervenkitzel liest. Eine gute Grundidee mit einer nur mittelmäßigen Umsetzung.

3 von 5 Sternen

Und  hier ← bekommt ihr es.

Vielen Dank an Thalia für die tolle Lies dich weg-Aktion! ♥ 

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