Perfect Touch: Untrennbar - Jessica Clare

9/10/2017 thatweirdbookgirl 1 Comments

~gesponsertes Rezensionsexemplar ~
  Preis: 10,00 € (Taschenbuch) | 8,49 € (eBook)
Seitenanzahl: 336
Reihe: Billionaires and Bridesmaids 4
Erscheinungsdatum: 28. Juni 2017
Verlag: Bastei Lübbe
Originaltitel: The Billionaire's Favourite Mistake

Beschreibung: 
So ein Arsch! Anders kann Greer es nicht ausdrücken. Jahrelang hat sie zu Milliardär Asher gehalten, hat ihn verteidigt, hat sein schlechtes Verhalten entschuldigt, nachdem er von seiner Frau betrogen wurde. Hat gehofft, dass endlich mehr als Freunde aus ihnen werden könnten. Und dann das! Greer hat vielleicht keine Erfahrung, aber was der betrunkene Asher da mit ihr angestellt hat, muss das unbefriedigendste erste Mal aller Zeiten gewesen sein. Sie ist fertig mit ihm. Doch da ist ein klitzekleines Problem: Asher hat sich in den Kopf gesetzt, ihr zu beweisen, dass er es besser kann ...

Kennt ihr schon den Vorgänger des Buches? Nein? Dann gibt's - HIER - meine Rezension. ☺

Meine Meinung:
Oberflächlich. Frauen verachtend. Sexistisch. Klischeehaft.
Ehrlich, dieses Buch ist es mir nicht mal mehr wert, aus den obigen Worten ordentliche Sätze zu formen. Und noch ehrlicher: Ich habe noch nie - in meinen 18 Jahren und 5 Monaten auf dieser Erde - so ein grottiges, schlechtes, dummes und absolut abstoßendes Buch wie dieses gelesen. Ich bin einfach nur unendlich enttäuscht, weil mir der Vorgänger doch so gut gefallen hat. 

Aber ich möchte euch mal schildern, warum ihr euch dieses Buch auf gar keinen Fall kaufen solltet:

1. Dieser absolut lieblose Einstieg. Ohne zu spoilern (steht alles schon in der Beschreibung oder kommt ganz zum Anfang des Buches) verrate ich euch jetzt mal wie dieser aussieht. Greer geht fast blind und komplett aufgebitcht auf eine Party. Warum? Na, weil sie sich den lieben Asher klarmachen möchte. Dass sie sich dabei selbst komplett unwohl fühlt und auf ihren wahrscheinlich wichtigsten Sinn, das Sehen, komplett verzichtet, ist dabei ja egal. Seinen Liebsten mit inneren Werten überzeugen? Geht gar nicht. Das ist nämlich bei Greer nicht der Fall. Anscheinend rennt sie Asher schon seit dem College nach und er hat sie immer nur als Freundin gesehen. Wenn der Kerl jahrelang nicht mitbekommt, dass du alles für ihn machst und dich dafür null schätzt und als selbstverständlich empfindet ... Da lohnt sich das doch richtig, oder etwa nicht? *hust*Ironie*hust*
Greer ist es dabei auch egal, dass Asher komplett besoffen ist (auch schön, dass man nie erfährt, warum er sich so heillos besaufen musst. Echt toll, Frau Clare) und denkt sich dabei sogar noch irgendwie, dass sie somit ja einen Vorteil hätte. Läuft auf jeden Fall. Als es dann im Garten zwischen den beiden zu einer halben Vergewaltigung kommt, zischt Greer endlich ab und will ihn nie wieder sehen.
By the way: Diese Party war eine Kostümparty und als Asher am nächsten Tag gefragt wird, was Greer denn war, sagt er einfach mal "Stripperin". Traummann würde ich mal sagen.

2. Diese absoluten und witzlosen Klischees. Im Nachhinein bekommt man dann mit, dass dieses Techtelmechtel aka Vergewaltigung Greers erstes Mal war und *puff* davon ist sie natürlich gleich schwanger geworden.
Außerdem kennt ja jeder den schönen Spruch "Man erkennt erst, was man hatte, wenn man es verloren hat", der auf jeden Fall von ziemlicher Reife und überhaupt einem ganz tollen, dankbaren Charakter handelt. Dieser Fall musste natürlich auch ins Buch eingebaut werden. Denn als Greer sich nicht mehr bei Asher meldet, erkennt er von 0 auf 100, dass er sie über alles liebt und schon immer geliebt hat und sie unbedingt zurückgewinnen möchte. Schön und gut, wie er das aber umsetzt ist der absolute Oberhammer. Er manipuliert nicht nur Greers Vater, ihr etwas vorzumachen um in ihrer Nähe zu sein, sondern erpresst später auch noch Greer, einen Monat lang immer wieder mit ihm rummachen und ins Bett gehen zu müssen, bis er lernt, wie man Frauen verführt, weil Greer ihm gesagt hat, wie unglaublich schlecht ihre Liebelei war. Statt betroffen zu sein und sich aufrichtig bei ihr zu entschuldigen, glaubt er ihr das eigentlich gar nicht, und denkt innerlich immer wieder, was er für ein geiler Hengst ist. *HandandenKopfKlatscher*
Liebes Lektorat ... Was habt ihr euch bitte dabei gedacht, SO EINE Frauen verachtende Geschichte zu veröffentlichen. Ich habe im Bezug auf die Rollenverteilung und die Klischees echt nicht viel erwartet, weil der vorige Teil davon auch sehr belastet war. Trotz allem war er aber noch tiefgründig und romantisch. Aber das hier? Was soll das denn dem Leser vermitteln? "Wenn der Kerl dich selbst nach Jahren noch nicht für wahr nimmt, änder dich einfach komplett, geh unter deine Grenzen und lass dich vergewaltigen"? Das geht einfach gar nicht. Ich bin echt so entsetzt von diesem Buch. 

3. Wie man im obigen Text vielleicht schon erkennen konnte - absolut flache Charaktere.
Asher ist ein arrogantes, eingebildetes, selbstgerechtes, großkotziges und respektloses Arschloch, Greer dagegen ein naives, unreifes Mäuschen ohne Rückgrat und Selbstbewusstein. Ihr Vater ist ein Hugh Hefner mit drei blonden Freundinnen, die natürlich auch noch Drillinge sind und wie Tick, Trick und Track Duck dieselben Klamotten in drei unterschiedlichen Farben tragen. Strohdumm sind zwei von den Dreien natürlich auch noch. Muss ich echt noch mehr dazu sagen? 

4. Nicht mal die Erotikszenen waren wirklich schön, da ich die beiden einfach nicht leiden konnte und sich Greer in 90 Prozent der Fälle einfach Asher unterworfen hat, beziehungsweise irgendwas mit sich hat machen lassen, was sie eigentlich gar nicht wollte.

5. Viele Szenen hatten einfach keinen Sinn und waren null durchdacht. Greifen wir einfach nochmal die erste und in Punkt 1 beschriebene Szene auf. Die Jungfrau Greer macht also das erste Mal mit einem Kerl rum und merkt, dass sich das vollkommen falsch und eklig anfühlt. Was denkt sie sich? "Das bringe ich ihm noch bei." Die Jungfrau. Selbst null Erfahrung. Beibringen. Hä?
Außerdem wird ja in den nächsten Kapiteln klar, dass Asher schon alles ganz gut beherrscht. Aber nur aufgrund des Alkohols (den er sich ja wie gesagt grundlos eingekippt hat, als gäbe es kein Morgen mehr) ist er auf einmal der größte Ekel? Hä? 

6. Nicht mal der Schreibstil war wirklich besonders. Die Übersetzung hat, wie schon im vorigen Band, manche Situationen noch mehr zerstört, als die schlechte Geschichte sowieso schon. Aber hey, sowas kommt oft vor, und ist echt halb so schlimm. Dass jeder Satz aber wirkt wie einfach dahingeschrieben ohne nochmal darüber nachzudenken, geht für mich aber leider gar nicht. Es wirkte lust- und lieblos, unmotiviert und einfach ohne Leidenschaft und Detailfreudigkeit, wie man sie zum Beispiel ganz toll bei Autoren wie Sarah J. Maas oder Cassandra Clare findet.

Kurz gesagt, an dem Buch fehlt es einfach von vorn bis hinten. So etwas Schlechtes habe ich echt noch nie gelesen, und ich kann jedem nur davon abraten.
Wäre wenigstens nur die Umsetzung eines guten Grundgedankens fehlgeschlagen, wäre das ja echt halb so wild, aber der Grundgedanke vermittelt hier so etwas Unverantwortliches gegenüber der Hauptzielgruppe von Lesern - also romantischen/verträumten Frauen. Einfach nein.


Fazit:
Ein Stern dafür, dass es ein kohärenter Text in Buchform war. Alles andere konnte das Buch nicht erfüllen.


1 von 5 Sternen

Eine andere sehr treffende Rezension gibt es bei der lieben Katie. Schaut mal unbedingt bei ihr vorbei: Katie's Bücherwelt

Und  hier ← bekommt ihr es.

Ich entschuldige mich wirklich für die vielen Ausdrücke und Ausraster, und bedanke mich trotzdem recht herzlich beim Bastei Lübbe Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. 

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