Handlettering: Die 33 schönsten Alphabete - Norbert Pautner

11/03/2017 thatweirdbookgirl 0 Comments


Vielen Dank an den Bassermann Verlag für dieses kostenlose Rezensionsexemplar! ♥ 

  Preis: 7,99 €
Seitenanzahl: 80
Erscheinungsdatum: 2. Oktober 2017
Verlag: Bassermann Verlag

Beschreibung: 
Schöne Schrift kann jeder ...
... man muss nur wissen, wie es geht. In diesem Praxisbuch werden Buchstabe für Buchstabe die 33 schönsten Schriften vorgestellt. Dabei wird genau erklärt, wie man sie mit Stift, Pinsel und Kreide schreibt oder konstruiert. Zusätzlich werden viele Vorlagen für Rahmen, Ornamente und Bordüren angeboten. Dekorative Aufschriften auf Karten, Tafeln, Bildern oder Textilien gehen so mit ein wenig Übung ganz leicht von der Hand. Damit das Üben leicht fällt, gibt es gerasterte Seiten mit Hilfslinien zum Download auf der Website. 

Meine Meinung:


Kennt Ihr das? Mama hat Geburtstag und obwohl du schon (so gut wie) erwachsen bist, freut sie sich doch am meisten über Selbstgemachtes. Etwas, das von Herzen kommt. Also bastelst du einen schönen Rahmen mit einem Bild von euch und willst gerade noch einen Gruß auf das Bild schreiben- 
Verbockt. 
Naja, nicht direkt, nur passt deine Schrift ja einfach mal überhaupt nicht in das Bild. Jeder Buchstabe hat eine verschiedene Größe und steht in einem anderen Winkel zum vorigen. 
ODER: Dieses wunderschöne Notizbuch, das du dir letztens gekauft hast - über zehn Euro hat das Ding gekostet und nun liegt es nur in der Ecke, weil du Angst hast, dass deine unordentliche Schrift jeden Reiz daran nimmt. 

Dann wird dieses Heft hier deine Rettung sein! Es gibt einen groben Überblick über die (angeblich) schönsten Schriften und Alphabete. Dem kann ich zwar nicht ganz zustimmen, da ich mit vielen Schriften einfach nichts anfangen konnte und diese teilweise sehr altmodisch wirkten. So wirklich benutze ich genau genommen nur zehn bis zwölf der dreiunddreißig Schriften, denn - mal ganz ehrlich - wer will bitte Westernschrift in seinem neuen, liebsten Notizheft auffinden. Ich zumindest nicht, genauso wenig wie eine Zirkus- oder gebrochene Schrift (letzteres ist die, die man oft mit dem Mittelalter verbindet). 
Die Federschrift, die Ihr hier auf der linken Seite sehen könnt, ist dafür ein absolutes Highlight, das sich auch ganz einfach nachschreiben lässt.
Ich persönlich verwende die verzierten Schriften besonders gern in meinem Book Diary, in dem ich alle gelesenen sowie ungelesenen Bücher dokumentiere. So oft bin ich kläglich daran gescheitert und hab mich tierisch geärgert, als ich es - zu deutsch - wieder verkackt habe. 
Seitdem ich aber dieses Heft hier verwende, bin ich mehr als zufrieden und schäme mich nicht mehr dafür, mein Notizbuch vor anderen aufzuschlagen.

Ich finde es nur ein wenig schade, dass man von jetzt auf gleich die verschiedenen Alphabete vorgesetzt bekommt. Es wird nur ins Thema eingeführt, indem der Autor ins Fachchinesisch des Handlettering einführt. Ich hätte mir viel mehr auch noch eine Seite gewünscht, auf der eventuell ein paar gute, nützliche Stifte zum Lettern vorgestellt werden und die genaue Technik, wie man diese hält und während des Schreibens dreht oder anwinkelt. 
Gerade diese speziellen Kalligrafiestifte sind total schwierig zu fassen und bedienen (Bedienen? Ist ja keine Technik, aber ihr wisst schon, was ich meine!), deswegen ist dieses Buch hier definitiv nichts für totale Anfänger wie mich. Genau das Gleiche ist es mit Pinseln: Wie male ich denn da unterschiedlich dicke Linien? Wie setze ich ihn am besten an? Wieviel Farbe muss ich verwenden? Wieviel Wasser?

Ich bin im Grunde nämlich noch genauso schlau wie vorher und kann jetzt nicht einfach mit einem Stift improvisieren und sofort sieht es toll aus. Ich könnte theoretisch, diese Alphabete, die ich mag, auswendig lernen, aber wer macht das schon?
Dagegen konnte ich jetzt nichts damit anfangen, ob der Schwung des As jetzt über 4 Längeneinheiten geht und der Strich in der Mitte bei der dritten einsetzt. Das bringt einem in der praktischen Umsetzung nicht viel, wenn man das Buch nicht gerade neben sich liegen hat. Aber man lernt ja das Lettering, um es unabhängig und spontan anwenden zu können.

Ein Pluspunkt dagegen ist der tolle, sympathische Schreibstil des Autors, der einen durchs ganze Heft begleitet. Er ist motivierend und macht einfach Lust und Laune, weiter an sich zu arbeiten und rumzuprobieren. 

Ebenso hat es mir total gefallen, dass Schwünge, Banderolen, Rahmen und Illustrationen, die unheimlich viel am Ergebnis ausmachen, im letzten Teil des Buches auf einen warten. Überraschenderweise fand ich diese sogar viel einfacher nachzumachen als jede andere Schrift im Buch. Die sind echt richtig super! 

Und wer es nach diesem Heft echt immer noch nicht hinbekommt, kann sich auch unter einem Link einige Vorlagen runterladen und diese entweder nur ausmalen oder zum Beispiel abpauschen. Finde ich super, dass das Buch einem da echt nochmal so einen kleinen Ruck gibt, es weite rund weiterzuüben. Gerade dieses einfache Nachfahren der Buchstaben prägt sich ja unglaublich ein. 

Ein ebenso überzeugendes Argument ist der Preis. Habt ihr euch mal über Bücher des Letterings erkundigt? Teuer, teuer, teuer! Dagegen ist dieses Buch wirklich gar nichts und dafür, dass es einem die Basics zum Nachmachen bietet, absolut unschlagbar.

Fazit:
Eine gute Hilfe, jedoch werden Anfänger ein bisschen ins kalte Wasser geschmissen. Man sollte also schon ein bisschen Übung oder auch natürliche Begabung und eine ruhige Hand haben, wenn man sich dieses Büchlein kauft.


4 von 5 Sternen

                                                                                                

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