Winterzauber in Paris - Mandy Baggot

12/17/2017 thatweirdbookgirl 0 Comments


  Preis: 10,00 €
Seitenanzahl: 480
Erscheinungsdatum: 16. Oktober 2017
Verlag: Goldmann
Originaltitel: One Christmas in Paris

Beschreibung: 
Ava und ihre beste Freundin landen genau zur richtigen Zeit in Paris: Der erste Schnee fällt, der Eiffelturm erstrahlt in goldenem Licht, und der Duft von Zimt liegt in der Luft. Die beiden Freundinnen sind nicht ohne Grund in der Stadt der Liebe. Ava braucht nach einer hässlichen Trennung Ablenkung. Und was ist da besser als Pariser Weihnachtsmärkte, Spaziergänge an der Seine und warmes Pain au Chocolat? Gerade als Ava glaubt, dass sie gar keine Männer im Leben braucht, begegnet sie dem geheimnisvollen Fotografen Julien. Sein französischer Akzent, seine haselnussbraunen Augen – und um Ava ist es geschehen …

Meine Meinung:
Als dieses Buch bei mir ankam, haben meine Augen gestrahlt. Ich habe mich so darauf gefreut, mit diesem Buch die Adventszeit einzuläuten und in eine schöne, kuschelige, weihnachtliche Atmosphäre einzutauchen ... Das dachte ich. Fakt war dann aber leider, dass ich mit diesem Buch gar nichts anfangen konnte. Nicht mit der klischeehaften Handlung und schon ganz und gar nicht mit den Charakteren. 
Die Idee an sich fand ich sogar noch wirklich gut - zwei gebrochene Charaktere, die durch die Wärme des weihnachtlichen Paris zusammen auftauen und sich finden -, leider war es meiner Meinung nach aber so lieblos, kalt und einfach schlecht umgesetzt, dass ich gar nicht in das Buch und dessen Handlung hereingekommen bin. 

Aber wie sagt man so schön? Zuerst das Gute! 
Das wäre neben der Idee in meinen Augen ganz klar das wunderschöne Cover. Einfach wow! Das Thema wurde hier so unglaublich gut getroffen. Es ist weihnachtlich, winterlich, romantisch und einfach verzaubernd. Gerade die kleinen Glitzereffekte (die auf dem Bild leider nicht gut zur Geltung kommen) runden das Gesamtbild total ab; dazu dann noch diese harmonierenden und passenden Farben - wunderschön! 

Ähnlich schön ist die winterliche Weihnachtsatmosphäre des Buches, wenn diese denn mal zum Tragen kommt, was aber leider viel zu selten ist. Und hier fängt das Gemeckere meinerseits nun leider schon an. Das Buch hat gar nichts zu einer schönen Weihnachtsstimmung beigetragen, was mich wirklich enttäuscht hat. Nur ganz selten legt die Autorin wert auf eine lockere, nach Zimt und Schokolade duftende Atmosphäre, was für mich den Sinn und Zweck eines Weihnachtsbuches total verfehlt. 
Die Geschichte an sich ist weder locker noch leicht, sie ist einfach viel zu schwer. Wenn sie ein Duft wäre, dann sicher eine Überdosis des Chanel No. 5, denn es erdrückt einen regelrecht. Sie ist geprägt von einer niedergeschlagenen, dumpfen und vor allem einer schlechten Stimmung der Protagonisten, die immer und immer wieder aufs Neue ein neues, hervorgebetetes, inszeniertes Drama durchlaufen. Stress pur. Wie schon angedeutet ist dieses Drama auch noch total unnötig und durchschaubar, und das bewirkt wiederum, dass einfach absolut keine Spannung, kein Reiz zum Weiterlesen in die Handlung kommt. 

Ein weiterer Punkt, warum die Geschichte mich so kalt lässt, sind die einfältigen Charaktere. Vor allem die Protagonisten wirken so gewollt tiefgründig, dass es schon fast ins Lächerliche abrutscht, da sie dadurch so beschränkt in sich selbst sind. Es gibt bei Ava und Julien nur diesen einen Fakt aus deren Vergangenheit, um deren Leben sich es jetzt komplett dreht. Da ist nichts anderes. So einen schlechten Versuch, Charaktere unbedingt einfallsreich und vielschichtig wirken zu lassen, habe ich wirklich noch nie gesehen. 
Dem kommt noch hinzu, dass die Charaktere sich in dem ganz unauffällig eingesetzten Stresssituationen (*zwinkerzwinker*) so unnatürlich und nicht nachvollziehbar verhalten, dass ich mir echt an den Kopf greifen musste. Ein kleiner Vorgeschmack: Ava hat sich von ihrem Freund getrennt, weil - das ist kein Spoiler, weil das sofort die Geschichte einleitet - er sie mit einer Kollegin betrogen hat und was macht sie? Sie ist so getroffen, als wäre ihr gerade der Kochlöffel in den Topf gerutscht. Das ist doch einfach nicht authentisch! Leute, wenn ich mir schon alle Tränchen verdrücken muss, wenn ich meine Katze wieder bei meiner Mama zurücklassen muss, dann kann es doch nicht sein, dass Ava so kalt und desinteressiert aus einer langjährigen Beziehung herausgeht. Da braucht sie sich echt nicht wundern, ganz ehrlich ... 
Julien dagegen ist der gebrochene, aber natürlich total perfekte, aufopfernde, heldenhafte und gar nicht klischeehafter Sunnyboy. Einfach nein. 
Die Folge daran ist natürlich, dass ich mich gar nicht mit den Charakteren und der Geschichte identifizieren konnte. Ich konnte einfach nicht mitfühlen, eher war ich ein stiller, und zugegeben sehr gelangweilter, Zuschauer.
Die einzigen Bereicherungen sind hierbei wirklich Debs und ihre Mutter, die Witz und Sympathie in die Geschichte bringen. Die beiden sind die einzigen, die das Herzliche, das Warme und die Liebe am Weihnachtsfest ausstrahlen und wiederspiegeln. 

Fazit:
Diese "Weihnachts-"geschichte konnte mich überhaupt nicht packen, fesseln oder auch nur ansatzweise bewegen. Ich kann hier leider nur abraten, zu diesem Buch zu greifen, um sich selbst in einer Weihnachtsstimmung zu bringen.


1,5 von 5 Sternen

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 Thalia 

Vielen Dank an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar! ♥ 
Somit zählt diese Buchbesprechung offiziell als Werbung. Ich betone aber, dass niemand meine Meinung erkauft. 

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