The Ivy Years: Bevor wir fallen - Sarina Bowen

4/23/2018 thatweirdbookgirl 0 Comments


Vielen Dank an den LYX Verlag für dieses kostenlose Rezensionsexemplar! ♥

  Preis: 12,90 €
Seitenanzahl: 311
Reihe: Ivy Years
Erscheinungsdatum: 
Verlag: LYX
Originaltitel: The Year we fell down

Beschreibung: 
Die Liebe kann dich heilen - aber auch zerstören. Wegen eines schweren Sportunfalls muss Corey Callahan das College im Rollstuhl beginnen. In ihrem Wohnheim trifft sie Adam Hartley, einen sexy Eishockeyspieler, der sich das Bein gebrochen hat und wegen seiner Krücken im benachbarten barrierefreien Zimmer untergebracht wurde. Ein Glücksfall, denn Adam behandelt sie als Einziger ganz normal. Corey entwickelt schnell Gefühle für Adam, die über enge Freundschaft weit hinausgehen - aber Adam hat eine wunderhübsche Freundin und gegen die hat Corey in ihrem Rollstuhl doch sowieso keine Chance -

Meine Meinung:
Von diesem Buch dürfte bis jetzt schon jeder etwas gehört haben. Beinahe jeder Blogger hat es schon mal in die Kamera gehalten und sich dazu geäußert. Oft fielen dabei auch Worte wie "Bester New Adult Roman, den ich je gelesen habe" oder andere tolle Komplimente. Ich muss mich leider von diesen abgrenzen, denn auch wenn ich die Geschichte an sich gut fand, hatte es in meinen Augen einen Fehler zu viel. 

Aber um nicht mit der Tür ins Haus zu fallen, kommt hier erstmal das Gute! 
Zum einen wäre da das absolut wunderschöne Cover, das sich der Verlag hier mal wieder hat einfallen lassen. Hier sieht nicht nur das Gesamtpaket einfach klasse aus, auch die Details sind passend und zum Verlieben. Auch wenn der Roman sich nicht derart auf Eishockey konzentriert, spielt es doch eine Nebenrolle. Demnach ist es eine tolle Idee gewesen, das Cover im Stil eines Trikots zu gestalten und ihm gleichzeitig in Verbindung mit den hübschen Blümchen, etwas ganz Zartes und Romantisches zu geben.

Auch der Inhalt hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. The Ivy Years war ein Buch, das ich nach langer Zeit mal wieder innerhalb von wenigen Tagen durchgesuchtet habe, einfach weil es einen angenehmen Schreibstil hat und keine allzu tiefgehende Lektüre ist. 
Vor allem das Setting konnte mich hierbei überzeugen. Man hat es der Autorin einfach abgenommen, dass die Protagonistin voll im College-Leben angekommen ist. Als Leser konnte man hier geradezu die Luft der Mensa, der Wohnheime und des Campus schnuppern.

Auch die Grundidee der Geschichte war wirklich etwas ganz Anderes und Einmaliges. Mir hat es sehr gefallen, dieses Genre mal in Bezug auf körperliche Einschränkungen zu erleben. Dies wurde in meinen (ungeschulten) Augen auch wirklich glaubhaft umgesetzt. Ich konnte mich voll drauf einlassen und Corey in so vielen Situationen verstehen! 

Trotz kleiner Schwierigkeiten mit der Zeitform konnte mich auch der Schreibstil abholen. Er war sehr angenehm, leicht lesbar und zog auch hin und wieder eine paar humorvolle Stellen mit sich. Sehr süß fand ich vor allem den Einbau von Coreys "Hoffnungsfee", einer kleinen Fantasie, die des Öfteren mal hilfreiche (und auch nicht so hilfreiche) Tipps und Bemerkungen abgegeben hat. 
Wie aber schon angedeutet ging mir hier einiges zu schnell. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin wirklich nur so durch Coreys Collegezeit hindurch rennt und gar nicht richtig ins Detail gegangen ist, wobei viele Gefühle meinerseits verloren gegangen sind. Hierbei hätte ich mir weniger Zeitsprünge und Auslassungen von Ereignissen gewünscht, die mich als Leser interessiert hätten und bei der sowieso aus mehreren Perspektiven erzählten Geschichte kein Problem gewesen wären. 
(Kleines, spoilerfreies Beispiel: Die Abreise Hartleys Freundin nach Frankreich, wo sie ein Auslandssemester verbringt - im Buch war sie hier irgendwann plötzlich weg, was mit nur einem Satz erwähnt wurde. Aber was waren Hartleys Gefühle? Was hat sich Corey dabei gedacht? Hatte sie Bedenken, Wünsche? Vielleicht sogar Hoffnungen?) 

Und wenn wir schon hierbei sind ... Ebenso hatte ich das Gefühl, dass die Autorin ausschließlich Situationen aus Coreys Alltag aufgreift, die sich mit Hartley und ihr befassen. Es gab dabei also kein weiteres Unileben, kaum Szenen, die sich nur um sie und ihre Mitbewohnerin Dana drehten ... Auch das fand ich wirklich, wirklich schade, denn dadurch bekommt man das Gefühl, die Charaktere gar nicht wirklich zu kennen. Sie wirkten für mich irgendwie unnahbar und ich bekam nur ein oberflächliches Gespür für sie und ihre Charakterzüge. Wenn man das also bedenkt, sollte man ja meinen, dass es der Autorin leicht gefallen sein muss, diese wenigstens sympathisch darzustellen, aber auch dem war nicht wirklich so. 
Zwar mochte ich Coreys Humor, ihre Stärke, ihr Selbstbewusstsein und dass sie keine Person war, die sich aufgrund ihrer Lage selbst bemitleiden musste, aber trotzdem wurde ich nicht zu hundert Prozent warm mit ihr. Auch von ihrer Mitbewohnerin Dana hätte ich gern mehr erlebt, denn sie war wahrscheinlich die Person, die mir in der Geschichte am sympathischsten war. 
Im krassen Gegensatz dazu mochte ich Adam Hartley wirklich gar nicht. Dieser Junge konnte mir einfach nichts abgewinnen. Er hielt sich selbst irgendwie für den Obermacker, spielt mit den Gefühlen anderer, um sich selbst besser zu fühlen, und ist in Bezug auf seine Ziele und Hoffnungen einfach nur berechnend und egoistisch. Er ist zwar im Allgemeinen ganz freundlich, aber da war kein Herzklopfen. Null Komma Nichts meinerseits für ihn. 

Außerdem erfüllt die Geschichte selbst auch einige Klischees. Adams Freundin Stacia ist da wohl das beste Beispiel - hatte sie überhaupt eine gute Seite? Sie ist ein ignorantes, verwöhntes, ichbezogenes, eingebildetes und verwöhntes Weib, was mir sie fast schon sympathisch gemacht hat, weil sie - im Gegensatz zu anderen Charakteren der Geschichte - wahrscheinlich am meisten Charakter hatte. 
Zusätzlich dazu wird diese Geschichte nichts für Leute sein, die sich strikt gegen das Betrügen innerhalb einer Beziehung aussprechen. Mit diesem Thema wird hier so rücksichtslos und oberflächlich umgegangen, dass mir manchmal ich schlecht geworden ist. Wenn man schon so ein moralisch verwerfliches Thema in seine Geschichte einbaut, sollte man dies doch wenigstens mit einem Gegenpol, der für Widerspruch sorgt, ausgleichen. Dieses Buch lesen sicherlich zahlreiche Mädchen, die sich zum ersten Mal damit auseinandersetzen und ihnen wird dies schlicht für gut erklärt, nur weil Adams Freundin charakterlich eine schlimme Person ist. 

Fazit:
Insgesamt kann man also sagen, dass dieses Buch für mich einige gute und schlechte Seiten hat. Hier stehen sich eine einmalige, besondere Idee mit einem tollen Setting und oberflächliche Charaktere mit fragwürdigen Moralvorstellungen gegenüber. Trotzdem tendiere ich das Buch zur positiveren Seite, da es eine Geschichte ist, die man als New-Adult-Liebhaber gelesen haben sollte, weil sie auch in mehreren Aspekten überzeugen kann. Aus diesem Grund freue ich mich auch schon sehr auf den zweiten Teil, den ich definitiv lesen werde und der sich noch besser anhört als Teil 1! ☺️


3 von 5 Sternen

                                                                                                

Werbeblock:

Und hier bekommt ihr es. ☺

You Might Also Like

0 Kommentare:

Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden.