Raw Deal - Cherrie Lynn

5/15/2018 thatweirdbookgirl 0 Comments


Vielen Dank an den LYX Verlag und NetGalley für dieses kostenlose Rezensionsexemplar! ♥ 
  Preis: 6,99 € (eBook)
Seitenanzahl: 386
Reihe: Larson Brothers 1
Erscheinungsdatum: 05. April 2018
Verlag: LYX.digital
Originaltitel: Raw Deal

Beschreibung: 
Wie können dieselben Hände, die meinen Bruder getötet haben, meine halten, als wäre ich das Kostbarste auf der Welt? 
Als ihr Bruder in einem Cagefight gegen den berüchtigten Mike "Red Reaper" Larson ums Leben kommt, bricht für Savannah eine Welt zusammen. Und als Mike auf der Beerdigung auftaucht, am Boden zerstört, voller Schuld und auf der Suche nach ihrer Vergebung, bricht ihr Herz ein weiteres Mal. Von seiner Brutalität und Besessenheit, die er im Ring zeigt, ist nichts mehr zu spüren, und je mehr Zeit sie mit Mike verbringt, desto tiefer verliert sie sich in dem Mann, den ihre Familie abgrundtief hasst. Ihre Liebe ist verboten und voller Gefahr. Doch wie soll Savannah von dem Mann loskommen, der nicht nur ihren Körper sondern auch ihr Herz in Flammen setzt? 


Meine Meinung:
Derzeit erscheinen ja doch mehrere Bücher, die sich mit der Thematik auseinandersetzen, dass unser "Love Interest" des Buches etwas mit dem Tod eines Familienmitglieds der Protagonistin zu tun hatte - für mich war dieser Roman jedoch Neuland und vor allem dieser Konflikt etwas ganz Spannendes, was mich richtig neugierig gemacht hat! 

Leider musste ich aber gleich zum Anfang des Buches feststellen, dass die Geschichte in der dritten Person von einem auktorialen Erzähler verfasst ist, was mir einen kleinen Kloß im Halse verschafft hat. An dieser Stelle eine Bemerkung an mich selbst: Lies dir endlich mal die Leseprobe durch, statt dich immer blind auf den Klappentext zu verlassen. Denn wie ihr sehen könnt, wirbt der Verlag in diesem mit einem Zitat - wie ich zumindest dachte - eines Ich-Erzählers. Leider nein. 
In einem New Adult Roman ist das für mich wirklich ein No-Go und hätte ich mir die Leseprobe durchgelesen (was ich mir demnächst definitiv mal angewöhnen werde), hätte ich das Buch nicht lesen wollen. In diesem Genre möchte ich einfach von meinem kleinen Zeh bis zum Haaransatz in den Protagonisten drinstecken, mit ihnen lachen, weinen und lieben und diese Geschichte einfach für mich selbst erleben, was hier leider nicht der Fall war. Ich fühlte mich viel mehr wie ein Geist, der unseren beiden Protagonisten an den Fersen klebt und nicht wegkann. 
Ich hatte ein wirklich großes, beinahe riesiges Problem mit dem Schreibstil, was sich auf alle anderen Faktoren des Buches ausgewirkt hat. Für mich wirkte dieser an den falschen Stellen zu schnulzig, an den passenderen Stellen zu kalt und abwesend. Viele Dialoge klangen extrem aufgesetzt und einfach dahingeschrieben - ob das an der Übersetzung lag? Ich weiß es nicht! 
Die Folge daraus war dann leider, dass ich das Buch an kaum einer Stelle genießen konnte und mich eigentlich nur zum schnellen Lesen motivierte, um es bald hinter mir zu haben. 

Besser wurde es auch nicht, als ich mitbekam, dass die Protagonisten mindestens zehn Jahre älter als ich waren. Da war dann wirklich nicht mehr viel vom Identifizieren mit den Charakteren übrig. 
An sich waren diese aber durchaus erfrischend. Mike Larson war nämlich trotz seiner Leidenschaft zum Kämpfen kein absoluter Bad Boy und das fand ich gut! Er hatte sein Herz definitiv an der richtigen Stelle, auch wenn er hin und wieder wirklich fragwürdige Sätze von sich gegeben hat. Ein kleines spoilerfreies Beispiel: Savannah verliert in einer Szene des Buches ihren Ohrring. Das erste, was ihm aber dabei durch den Kopf geht, ist, dass er jetzt seine Zeit nicht damit verschwenden will, so einen billigen Ohrstecker zu suchen. Ähm? Für mich klang das wirklich abwertend und unsympathisch - der Ton macht es in diesem Fall einfach. 
Savannah dagegen war wirklich eine Liebe! Sie hat mir gut gefallen, gerade weil sie sich in vielen Situation sehr nachvollziehbar verhalten hat. Wäre ich also mindestens 5 Jahre älter, hätte ich mich sicher gut mit ihr identifizieren können. Dafür, dass ich aber nun mal erst so alt bin, wie ich eben bin, war sie für mich kein Charakter, der sonderlich aus der Geschichte herausgestochen ist. 

Der Autorin ist es hierbei aber erstaunlich gut gelungen, dem Leser die Gefühlswelt der Protagonisten trotz des Er-Erzählers glaubwürdig zu vermitteln. Savannahs Schmerz, die Trauer um ihren Bruder und der mit sich kommende Konflikt, sich nun zu Mike hingezogen zu fühlen, wurde atemberaubend gut umgesetzt. Ich habe ihr das voll und ganz abgenommen! Diese Gefühle im Roman entwickeln sich so zart und werden zwischen den Extremen hin- und hergerissen, dass sie wirklich bei mir ankamen. Dass sich so etwas im echten Leben aber trotzdem wahrscheinlich nie ergeben würde, sei mal beiseite gestellt. Zumindest ich könnte schwer über so ein Erlebnis hinwegsehen. 
Auch die Bindung der Charaktere zu deren Familien war sehr greifbar und schön geschrieben! Ich habe mich hier wirklich wohl gut aufgehoben gefühlt. 

Ebenso gut umgesetzt wie auch recherchiert erschien mir die ganze Thematik des Kämpfens als Unterhaltungs- und Sportart. Cherrie Lynn hat an dieser Stelle wahres Fachwissen einfließen und die ganze Szenerie sehr echt wirken lassen. Da ich mich persönlich aber nicht unbedingt für die Sportarten interessiere, bei denen sich Menschen gegenseitig die Augen blau schlagen, kam mir das Buch an der ein oder anderen Stelle wirklich langatmig vor. Ich hatte nie das Bedürfnis, unbedingt wissen zu wollen, wie die Geschichte sich nun weiterentwickelt. 

Ein Wörtchen sollte man hierbei vielleicht noch daran verlieren, dass das Buch auch durchaus mehr erotische Szenen beinhaltet als beispielsweise ein normaler New Adult Roman. Ich bin auch hiervon nicht der größte Fan, lieber habe ich einen richtig guten Tiefgang in der Storyline, als die Spannung durch diese Elemente anzukurbeln. Und dafür, dass ich nicht der stärkste Fürsprecher davon bin, war es in meinen Augen gar nicht so schlimm! Die Szenen wirkten sehr geschmackvoll und waren in einem angemessenen Maße angesetzt, sodass man letztendlich nicht nur die Seiten überfliegen und zur richtigen Handlung zurückkehren wollte.
Fazit:
Insgesamt war das Ganze leider nicht ganz meins! Ich hatte einen totalen Abstand zu den Protagonisten des Buches, worin ich vor allem den Schreibstil als Ursache sehe. Die Grund-Thematik wurde aber durchaus gut umgesetzt. Ich schätze einfach, dass ich nicht ganze der Alters- und Zielgruppe entspreche, die die Autorin hiermit erreichen will. 

3 von 5 Sternen

                                                                                                

Werbeblock:
Und hier bekommt ihr es. ☺
 Amazon 
 Thalia 



You Might Also Like

0 Kommentare:

Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden.