Save you - Mona Kasten


Vielen Dank an den LYX Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥ 
Somit zählt diese Buchbesprechung (ebenso wie die zugehörigen Posts auf Instagram und Erwähnungen auf YouTube oder Goodreads) offiziell als Werbung. Ich betone aber, dass niemand meine Meinung erkauft. 


  Preis: 12,90 € (Broschiert) | 9,99 € (eBook)
Seitenanzahl: 384 
Reihe: Maxton Hall 2
Erscheinungsdatum: 25. Mai 2018
Verlag: LYX

Aufgepasst! Save you ist der Folgeband von Save me und da man diese nicht unabhängig voneinander lesen kann, wie beispielsweise die Again-Reihe wird es in dieser Rezension definitiv zu Spoilern kommen. 

Beschreibung: 
Ruby ist am Boden zerstört. Noch nie hatte sie für jemanden so tiefe Gefühle wie für James. Und noch nie wurde sie so verletzt. Sie wünscht sich ihr altes Leben zurück ― als sie auf dem Maxton Hall College niemand kannte und sie kein Teil der elitären und verdorbenen Welt ihrer Mitschüler war. Doch sie kann James nicht vergessen. Vor allem nicht, als dieser alles daransetzt, sie zurückzugewinnen ...

Meine Meinung: 

Nachdem Save me vor ein paar Monaten von mir mit 4,5 Sternen bewertet wurde, weil es mir wirklich gut gefallen hat, war ich sehr gespannt, wie es nach diesem fiesen Cliffhanger im zweiten Band der Reihe mit Ruby, James und Co weitergehen würde. 

Besonders cool fand ich die Tatsache, dass wir in diesem Teil nun auch die Gedanken- und Gefühlswelt von Lydia, James Schwester, und Ember, Rubys Schwester, hautnah erleben werden, da diese nun mit ihren eigenen Kapiteln in die Perspektivensprünge eingebaut wurden. Und dies hat sich bewährt, denn die beiden waren für mich ein absolut spannender und interessanter Pluspunkt der Geschichte. Besonders Lydia, von der wir ja aus Band 1 wissen, dass sie ein Kind von ihrem Lehrer erwartet, hat es mir echt angetan. Ich persönlich hab sie mir immer vorgestellt wie Holland Roden, der rothaarigen Lydia aus Teen Wolf, und konnte sie mir zum einen daher und zum anderen wegen ihrer toll ausgebauten Persönlichkeit super vorstellen. In meinen Augen verhielt sie sich am authentischsten von allen, hat schwierige Zeiten mit einer beneidenswerten Stärke durchgestanden und war trotzdem von ihren kleinen Macken und Ticks geprägt. Sie habe ich in dieser Geschichte wirklich am meisten lieb gewonnen, während ich das von allen anderen Charakteren leider nicht so ganz behaupten kann. Zwar mochte ich ebenso Embers Entwicklung und vor allem wie ihre Person sich in die Geschichte einflicht, jedoch war sie mir einfach zu nett. Natürlich hat sie mit ihrem Plus Size Blog einen tollen und einmaligen Diversity-Faktor in die Geschichte gebracht, der einem definitiv viel mitgeben kann (vor allem jüngerer Leserschaft). Trotzdem war sie mir einfach zu perfekt und ausgereift, was mir bei ihren sechzehn Jahren einfach ein wenig suspekt war. 
Leider, leider, leider wird es auch nicht besser, wenn wir uns mal James und Ruby anschauen ... Ich konnte der Beziehung der beiden einfach nichts abgewinnen. Ich weiß auch nicht, an sich mag ich die beiden (auch wenn ich in Rubys Kapiteln am durchgängigen Augenrollen war), aber für mich ist das Knistern nach dem letzten Teil einfach nicht wiedergekommen. Als hätte ich schon mit den beiden abgeschlossen. 
Für mich passen sie einfach nicht ganz so gut zusammen, was mir wirklich im Herzen wehtut, gerade weil ich alle Paare der Again-Reihe so geshippt habe, und die beiden hier auch so gern gemocht hätte! 

Dazu kommt tatsächlich, dass ich nach dem Lesen des Buches das Gefühl hatte, ich bin so klug als wie zuvor. (Hi Goethe.) Wirklich, ich hatte leider das Gefühl, dass zwar sehr viel im Buch passiert, aber nichts, was für die Hauptstory, also die Geschichte zwischen Ruby und James, relevant und wichtig war und wir uns im nächsten Teil nun wieder ganz am Anfang befinden.
Was das heißt? Tja, dass man auch hier wieder mit einem bösen Cliffhanger gegen Ende des Buches rechnen müssen, und auch wenn dieser total genial konstruiert war, wirkte es für mich sehr inszeniert und überdramatisch. 


Nach dem großen Meckern kommen nun aber mal wieder ein paar Punkte, die mir das Buch und die Lesestunden absolut versüßt haben. Zum ersten wäre das, wie immer und wie soll es auch anders sein, Mona Kastens wunderbarer Schreibstil! Dieser ließ sich so lockerflockig lesen, dass man regelrecht durch die Seiten fliegt, ohne zu merken, wieviel man eigentlich liest und wieviel Zeit dabei vergeht. Das macht die Autorin wirklich klasse und unverbesserlich, sodass man ihre Bücher innerhalb weniger Stunden bis aufs letzte Wörtchen verschlingt! Hier kann ich euch guten Gewissens versprechen, dass ihr sicher nicht über irgendwelche Worte oder Formulierungen stolpern werdet. 

Ebenso sind Atmosphäre und Setting des Buches toll ausgearbeitet. Egal, in welcher Haut man steckt, man fühlt sich einfach wohl hinter den Wänden des Maxton Hall College und kann sich alles ganz bildlich vorstellen. Ein tolle Ergänzung bietet hierzu die öffentliche Pinterest-Pinnwand von Mona, die sie eigens für die Bücher erstellt hat, und an der man sich, was zum Beispiel das Aussehen der Charaktere oder Gegenden angeht, orientieren kann.  
Schaut doch mal vorbei: - KLICK -

Fazit: 
Viele "Leiders" in dieser Rezension, aber leider beschreibt es dieses Wort einfach am besten. Ich hätte dieses Buch so gern geliebt, aber irgendwie wollte der Funke nicht überspringen, auch wenn mir das Drumherum sehr gut gefallen hat, die Hauptstory konnte mir nicht viel abgewinnen. Ich hoffe aber natürlich trotzdem, dass sich dies im nächsten Teil ändern wird!



3,5 von 5 Sternen

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 Thalia 



Immerwelt: Der Anfang - Gena Showalter



  Preis: 16,99 € (Gebundene Ausgabe) | 13,99 € (eBook)
Seitenanzahl: 496
Reihe: Immerwelt 1
Erscheinungsdatum: 2. Mai 2018
Verlag: HarperCollins
Originaltitel: Firstlife

Beschreibung: 
Tenley ist eine ganz normale Siebzehnjährige, rebellisch und eigensinnig. Nur dass ihre Eltern darauf bestehen, dass sie sich – wie alle anderen – zu einer der beiden verfeindeten Seiten bekennt: Entweder gehört man zu Myriad, dem dunklen Reich der Schicksalsgläubigen, oder zu Troika, dem hellen Reich der Erkenntnis. Vertreter beider Reiche versuchen mit allen Mitteln, Tenley für sich zu gewinnen. Aber sie versteht nicht, warum ausgerechnet sie so wichtig sein soll. Außerdem bemüht sich aus beiden Häusern ein Junge um sie. Sie verliebt sich in einen der beiden. Doch was, wenn sie sich für das Reich des anderen entscheidet?

Meine Meinung:


Bevor ich dieses Buch gelesen habe, war Gena Showalter für mich eine Autorin, von der ich zwar ausnahmslos nur Gutes gehört habe, die aber jedoch nur Bücher geschrieben haben, die mich wirklich nicht angesprochen haben. Daher war ich sehr froh, als ich von diesem Buch gehört habe, und ... Trommelwirbel bitte ... es hat sich so gelohnt! Ich bin wahnsinnig froh, sagen zu können, dass ich hier mit diesem Buch eine tolle Autorin für mich entdecken konnte. 

Erstmal möchte ich nur kurz erwähnen, dass dieser Roman in eine ganz andere Richtung geht, als der Klappentext andeuten lässt. Wo dieser eher romantisch, fast schon verträumt klingt, ist die Story des Buches sehr düster, brutal und wirklich gewaltig. Es wird sehr oft gekämpft, wobei diese Szenen großartig geschrieben sind. Ich persönlich bin nämlich nicht besonders angetan von blutigen Actionszenen und überfliege diese sogar in den meisten Büchern, aber - Holla, die Waldfee - hier war das so absolut mein Ding! Keine Sekunde lassen dich die Worte vor deinen Augen los und schon gar nicht kannst du das Buch auch nur ansatzweise aus der Hand legen. Es ist durchgängig einfach spannend, spannend, spannend! 

Was mir auch sofort beim Beginnen des Buches aufgefallen ist, ist der absolut grandiose, schon- und erbarmungsloser Schreibstil. Es war wirklich der Wahnsinn! Ich glaube, so eine ausgeklügelte Art, seine Charaktere einfach nur anhand ihres Sprechstils zu charakterisieren, habe ich vorher noch nie erlebt. 

Apropos Charaktere - auch diese konnten mich wirklich von sich überzeugen! Jeder wirkte für sich sehr einmalig und durchaus authentisch. Ich habe ihnen ihre Ansichten, Handlungen und Gedankengänge wirklich abgekauft. Außerdem hat die Autorin auch hier absolutes Talent bewiesen, einem Charaktere ans Herz wachsen zu lassen, die man gerade mal ein paar seitenlang kennt. 
Allen voran natürlich unsere Protagonistin Tenley. Von der ersten Seite an habe ich sie geliebt! Ich hätte sie so gern auch im echten Leben als Freundin an meiner Seite, weil sie einfach ein unglaublich starker und mutiger Charakter mit einer sehr großen, aber überzeugenden Klappe ist, dass man sie einfach nur bewundern kann. Ihr Durchhaltevermögen war wahnsinnig überzeugend und definitiv eine beneidenswerte Eigenschaft. Ein weiterer Punkt, der sie selbst absolut einzigartig gemacht und die Geschichte zwischendurch immer wieder aufgelockert hat, war ihr Zahlentick, oder wie sie es selbst nannte: ihre Zahlenkunde als Lieblingssucht. Nicht nur ihr Spitzname "Ten" lässt nämlich darauf schließen, dass Zahlen in ihrem Leben eine große Rolle spielen. Nein, unterbewusst spielt sie immer wieder verschiedene Fakten und Tatsachen ab, die sich auf eine bestimmte Zahl berufen, sobald sie in der Geschichte eine Rolle spielt. Das war wirklich cool gemacht! 

Für mich gab es aber leider auch ein paar Kritikpunkte und die bezogen sich ausschließlich aufs Worldbuilding, welches sehr schwer zu durchschauen war und einem durchaus keinen einfachen Einstieg gegeben hat. Es ist wirklich komplex, sogar ultrakompliziert, was es mit dem Zweitleben, dem Land der Ernte oder Geisteswesen auf sich hat, was in meinen Augen zwar an einer sinnvollen, aber dennoch viel zu späten Stelle aufgeklärt wurde. Mir standen wirklich sehr oft mehrere Fragezeichen über dem Kopf, und auch Klara (hier die Verlinkung zu ihrem Kanal), mit der ich das Buch zusammen gelesen habe, wusste darauf keine Antworten. Auch wenn dies hier nur der Einstieg in die Trilogie ist, empfinde ich es als absolut wichtig, keine Lücken im Worldbuilding offen zu lassen. Einfach, um dem Leser mit einem guten Gefühl aus diesem Teil heraus- und in den nächsten hineingehen zu lassen. Der erste Band einer Reihe muss für mich immer aufbauend und spannend sein, damit man bei dieser wirklich am Ball bleiben will, und auch wenn man dem Buch in der Kategorie Spannung wirklich nichts abtun kann, weil diese zu zweihundert Prozent da war, war es mir im Aufbau dieser Urban Fantasy Welt einfach zu wenig. 
Trotzdem muss man sagen, dass man einen sehr guten Überblick über beide Reiche bekommt, was dem Leser durch Killian und Archer, die Vertreter der Reiche, und auch durch die Zitate am Anfang des Kapitels, die Regeln, Gesetze und Leitsätze der Reiche darstellten, wirklich nah gebracht wird. 

Was man der Autorin aber lassen muss: bis zum Ende bleibt die Geschichte absolut unvorhersehbar! Als Leser fühlt man durchgängig mit Tenley mit, wie sie sich zwischen Widersprüchen hin- und herbewegt und weiß selbst nicht wirklich, was man machen würde und sollte und vor allem, wie sie ihre Entscheidung mit ihrer Familie oder ihrer Vergangenheit vereinbaren kann. Mit dem Ende und dem Verlauf der Geschichte bin ich wirklich sehr zufrieden gewesen, auch wenn es aufgrund des Worldbuildings etwas widersprüchlich war, aber das sei mal beiseite gestellt! Auch das war hier super inszeniert.

Fazit:
Wenn du ein spannendes, unvorhersehbares, aktionsgeladenes Jugendbuch suchst, das in eine dystopische Urban Fantasy Richtung geht, dann wirst du mit diesem Buch einen Volltreffer landen, vor allem weil es eine beneidenswerte Protagonistin und den genialsten Schreibstil aller Zeiten hat. Allein ein paar Lücken im Worldbuilding müssten im nächsten Teil für mich ausgefüllt werden, dann wäre es perfekt. 

4 von 5 Sternen

Und hier bekommt ihr es. ☺
 Amazon 
 Thalia 


Vielen Dank an den HarperCollins Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥ 
Somit zählt diese Buchbesprechung (ebenso wie die zugehörigen Posts auf Instagram und Erwähnungen auf YouTube oder Goodreads) offiziell als Werbung. Ich betone aber, dass niemand meine Meinung erkauft. 

Ein Sommer auf gut Glück - Morgan Matson



  Preis: 9,99 € (Taschenbuch) | 9,99 € (eBook)
Seitenanzahl: 688
Erscheinungsdatum: 10. April 2018
Verlag: cbt / cbj
Originaltitel: The Unexpected Everything

Beschreibung: 
Die Sommerferien stehen vor der Tür und Andie hat alles geplant: einen Sommerkurs an einer renommierten Uni als perfekte Vorbereitung auf das Medizinstudium. Kein Problem – mit ihren guten Noten und einem bekannten Politiker als Vater. Doch als ein Skandal ihren Vater zum Rücktritt zwingt und der „befreundete“ Rektor der Eliteuni seine Empfehlung zurückzieht, steht Andie zum ersten Mal in ihrem Leben ohne Plan da. So beginnt ein Sommer, in dem sie Dinge tut, die sie nie zuvor getan hat: Sie führt Hunde aus, verbringt Zeit mit ihrem Vater – und lässt den süßen Clark weiter in ihr Herz, als sie vorhatte. Aber kann das länger halten als einen Sommer? 

Meine Meinung:

Morgan Matson gilt ja als wahrer Star im Young Adult und Contemporary Genre - für mich war Ein Sommer auf gut Glück jedoch mein erstes Buch von ihr und wird, nachdem ich es vor ein paar Tagen beendet habe, definitiv nicht mein letztes sein! ☺️

Als ich das Buch das erste Mal in der Hand gehalten habe, bin ich wirklich ein wenig erschrocken, denn mit so einem Klopper hätte ich definitiv nicht gerechnet! Fast siebenhundert Seiten zieren die Geschichte um Andy, ihre Freunde und ihrer erste große Liebe. An sich war das absolut kein Problem, denn diese vielen Seiten lassen sich so locker und leicht lesen, dass die Geschichte fast an einem vorbeiflutscht. Auf keiner Seite hatte ich das Gefühl, dass diese ins Stocken kommt oder auch nur ansatzweise langatmig wird, auch wenn das Buch im Großen und Ganzen nicht wirklich unendlich spannend oder sehr beladen ist, was vor allem an dem humorvollen Schreibstil der Autorin lag. Dieser verfolgt übrigens eine Erzählperspektive in der ersten Person, was für mich ja immer ein Pluspunkt ist. 
Was mich jedoch ein wenig gestört hat, ist, dass sich das Buch in dieser Taschenbuch-Ausgabe unglaublich schwierig halten und lesen lässt! Meiner Meinung nach hätte einem Roman mit einer derart enormen Seitenzahl eine broschierte oder gebundene Ausgabe viel besser getan, da durch die Größe der Seiten unterm Schnitt auch weniger Seiten herauskommen und man das Buch vielleicht auch mal nur mit einer Hand hätte halten können. Auch wenn das gerade wirklich Meckern auf hohem Niveau ist, muss ich sagen, dass es mich wirklich genervt hat, das Buch ständig mit beiden Händen und einer extremen Spannung halten zu müssen, damit ich meiner einzigen Alternative, der Leserille, entgehen kann. 
Was an dieser Ausgabe jedoch nicht ganz ohne ist, ist, dass man dafür wirklich nur mickrige zehn Euro bezahlt und so viel Inhalt bekommt. Für Sparfüchse ist dies also definitiv etwas! Auch das Cover ist ein wirklicher Blickfang und kann in meinen Augen absolut mit der englischen Originalausgabe mithalten, wenn nicht sogar diese übertrumpfen. Es fängt die Geschichte toll ein und gibt einen passenden ersten Eindruck. 

Wie der Klappentext schon andeutet, begleiten wir hier unsere Protagonistin Andy, die sich von einem enormen Rückschlag erholen muss: dem Rückzug ihres Praktikums, das sie sich schon in ihren Auszeichungen für die Collegebewerbungen erträumt hat. Als sie sich nun kurzfristig, sehr kurzfristig, nach einem neuen Ferienjob umsieht, stößt sie auf eine Anzeige, die sich als die als  Hundesitterin entpuppt, was eigentlich gar nichts für sie ist! Erstens macht sich das nie und nimmer gut in einer Bewerbung und zweitens kennt sie sich doch auch gar nicht mit Hunden aus? Trotz allem nimmt sie den Job an, was sich wahrscheinlich zu dem Besten entwickelt, das sie nur hätte tun können. 
Die Geschichte ist wirklich, wirklich zuckersüß und behält durchgängig eine sommerliche, lockerreichte und herzerwärmende Atmosphäre bei. Wie ich schon sagte, passiert in dem Buch nicht unglaublich viel, denn an sich ist diese ganz klar charaktergelenkt und beschäftigt sich viel mehr mit den Themen von Selbstfindung, Freundschaft, Familie und der ersten Liebe. Keins dieser Themen wird extremst ausgelegt, sodass es einem schon zum Hals raushängt, sondern ist für sich genau richtig dosiert und gibt dem Leser unglaublich viel für seinen eigenen Weg und seine Zukunft mit.  

Große Rollen spielen dadurch auch unserer Charaktere des Buches. Zum einen haben wir da natürlich Andy, mit der ich mich selbst sofort identifizieren konnte. Sie ist von Anfang an, auch wenn sie da noch vor einer großen Entwicklung steht, absolut sympathisch und eigentlich kann man sie nur lieb haben! Sie verhält sich die ganze Zeit über wirklich authentisch und gibt dem Leser auch immer wieder etwas mit, von dem er sich eigentlich nur eine Scheibe abschneiden möchte. Auch wenn sie erst siebzehn Jahre alt ist, verhält sie sich nicht wie ein hormongesteuerter Teenager. Vor allem ein Punkt, den die Autorin hat einfließen lassen, hat mir an ihr sehr gut gefallen: Sie ist definitiv ein tolles Vorbild, wenn es ums Thema Slut Shaming geht, denn da lässt sie sich sicher nichts einreden. Sie geht gern mit Jungen aus, auch wenn ihr diese meist nach nur ein paar Wochen auf die Nerven gehen und zu viel werden. Sie steht dazu, dass es deshalb auch schon mehrere Jungen in ihrem Leben geht und das ist etwas, das ich mir auf jeden Fall auch in mehr Büchern wünschen würde.

Des Weiteren lernen wir auch Andys Dad und ihre Clique, bestehend aus Toby (plus ihrem Freund Tom), Palmer und Bri bestehen. Auch hier werden ganz besondere Themen wie Zusammenhalt, Treue, Ehrlichkeit, Loyalität oder auch schwere Zeiten und Streit überwinden aufgegriffen, die mir immer wieder unter die Haut gegangen sind. Wenn ich jetzt daran zurückdenke, bekomme ich noch eine Gänsehaut, da diese wirklich toll ausgearbeitet waren. Die Clique war für mich absolut einmalig und ich werde sie auch wirklich vermissen. Ich habe es geliebt, wie die fünf zusammen ausgearbeitet waren, sich ausgeglichen und ergänzt haben. Jeder Einzelne war für sich etwas ganz besonderes und ich konnte allesamt ins Herz schließen.

Und natürlich kristallisiert sich auch während der Geschichte eine zuckersüße, Knie-weich-werden-lassende, aber realistisch gehaltene Liebesgeschichte heraus, die trotz allem nicht den zentralen Punkt und das Hauptaugenmerk der Geschichte formt. Wie gesagt, zwischen allen Themen des Buches herrscht eine wirkliche Ausgeglichenheit. Dies hier war der wahrscheinlich Vorhersehbarste, auch wenn er mit ein paar Booknerd- und Fangirl-Details aufgemotzt wurde, die wahrscheinlich jedes Herz unserer Community wird höher schlagen lassen können. 

Ein ganz besonderer und einzigartiger Aspekt der Geschichte war auch der Bezug zur Tierliebe zu den Hunden. Morgan Matson hat dies einfach unverbesserlich ausgebaut. Ich hatte bei so vielen Szenen ein Grinsen im Gesicht, das von einem bis zum anderen Ohr gereicht hat, weil ich es mir so bildlich vorstellen konnte. Das war in meinen Augen absolut niedlich gemacht, und obwohl ich eigentlich ein hundertprozentiger Katzenliebhaber bin, konnte es mich total abholen und mir einiges abgewinnen! Auch dieses Merkmal würde ich mir in so viel mehr Romanen wünschen.

Fazit:

Eine wunderbare, humorvolle Sommergeschichte, die sich ganz schnell weglesen lässt und gleichzeitig tolle Themen wie Freundschaft, Familie und die erste (Tier-)Liebe aufgreift. Es ist nicht unbedingt total spannend oder unvorhersehbar, aber defintiv etwas, das sich zu lesen lohnt! 


4 von 5 Sternen

Und hier bekommt ihr es. ☺
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 Thalia 


Vielen Dank an den cbt Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥ 
Somit zählt diese Buchbesprechung (ebenso wie die zugehörigen Posts auf Instagram und Erwähnungen auf YouTube oder Goodreads) offiziell als Werbung. Ich betone aber, dass niemand meine Meinung erkauft. 

Grimaldi: Der Fluch des Felsens - Catherine Aurel


  Preis: 10,00 € (Broschiert) | 9,99 € (eBook)
Seitenanzahl: 608
Erscheinungsdatum: 12. März 2018
Verlag: Penguin

Beschreibung: 
Ihr Aufstieg: vorherbestimmt. Ihre Liebe: stark wie ein Felsen. Ihre Geschichte: eine Legende. 
Genua im 13. Jahrhundert: Raniero, der Erbe der reichen Familie Grimaldi, verliebt sich unsterblich in die schöne Babetje. Als die Grimaldi nach einem blutigen Umsturz aus der Stadt verbannt werden, opfert er sein Glück für die Zukunft seiner Familie und heiratet die Tochter eines Verbündeten. Mit Erfolg: Die Grimaldi erobern den Felsen von Monaco — ihre neue Heimat. Doch um die Macht zu wahren, begeht Raniero eine grausame Tat. Wie durch einen Fluch brechen fortan brutale Schlachten, perfide Intrigen und gnadenlose Schicksalsschläge über die Grimaldi herein. Der Kampf um das Fürstentum beginnt. Und um die Liebe. 


Meine Meinung:

Schon auf den ersten Blick wird euch sicherlich aufgefallen sein, dass diese Rezension - zumindest für mich - erschreckend kurz ausgefallen ist. Leider liegt das daran, dass ich das Buch nach knapp einhundert Seiten abbrechen musste, weil es mich nicht nur runtergezogen sondern wirklich in eine Leseflaute getrieben hat. Trotz allem, und auch wenn ich dieses Leseerlebnis nur sehr ungern reflektiere, möchte ich euch doch aber meine Kritik nicht vorenthalten.

Bevor mein Gemecker aber losgeht, muss man an dieser Stelle dem Verlag ein riesiges Kompliment machen, wenn man sich die Aufmachung des Buches mal genauer anschaut. Das erste Mal ist es mir auf der Leipziger Buchmesse ins Auge gestochen und ich wusste sofort: Ich muss es haben! Ich muss es lesen! 
Das Cover ist nicht nur wunderschön, es ist regelrecht atemberaubend und passt gleichzeitig wunderbar auf den Inhalt des Buches - eine felsige, tropische Küste im Hintergrund, eine schöne Frau, die dort ihr Heim gefunden hat. 
Ebenso führt sich das auch unter dem Umschlag weiter. Dort finden wir nämlich einen Stammbaum des Geschlechts der Grimaldi, welcher sich sofort ab der ersten Seite als eine tolle und hilfreiche Begleitung zum Roman erweist, da man so schnell einen Überblick über die Charaktere und deren Beziehungen bekommt. 

Wie wir es aus historischen Romanen gewohnt sind, wird auch dieser hier in der dritten Person erzählt, was für mich kein großes Problem darstellte, da es, wie eben gesagt, nun mal sehr typisch und sogar vorteilhaft für dieses Genre ist. Problematisch wurde es für mich erst, als das erste Kapitel mit einer Erzählung aus der ersten Person startete, dann aber ruckartig in eine der dritten Person überging und so begründet wurde, dass die Person, die die Geschichte erzählt, sein Selbst aus der Vergangenheit nicht mit sich selbst in der Gegenwart identifizieren kann. Macht ja an sich Sinn, wieso dann aber zuerst eine Ausnahme machen? 
Des Weiteren bekommt die Geschichte einen wirklich fahlen Beigeschmack, da der Schreibstil oft sehr sarkastisch angehaucht ist. Hier sollte man erwähnen, dass ich diese Erzählweise mit einem zwinkernden Auge eigentlich sehr mag (Bestes Beispiel aus einem anderen Genre: Dieser Augenblick, erschreckend und schön von Marci Lyn Curtis, wo die Ich-Erzählerin sich ständig nicht so ernst nimmt und ich dies absolut genossen und geliebt habe.) Hier wirkte das aber so gestelzt und gewollt, dass es mir ein ganz unangenehmes Gefühl gegeben hat, weil die Erzählweise in dieser Form einfach schon fast herablassend wirkte. 

Die Folge daraus? Absolut kein Bezug, kein Warmwerden mit der Geschichte. Ich habe mich permanent unwohl in der Erzählung gefühlt. Sobald die Protagonisten durch Schicksalsschläge in eine noch unangenehmere Situation gedrängt wurden, wollte ich das Buch einfach weglegen und am besten auch einfach gar kein anderes Buch in die Hand nehmen, weil mir so flau im Magen war. 

Ich möchte hier noch einmal betonen, dass ich diese Geschichte unglaublich gern gemocht hätte, weil ich die alten Adelshäuser Europas sehr interessant finde und die Grundidee der Geschichte total originell ist, aber mit diesem Buch kann ich mich einfach nicht anfreunden. So leid es mir tut, ich konnte mir einfach keine weiteren fünfhundert Seiten mit kleinster Schrift antun. Dafür warten einfach zu viele Bücher auf mich, die mir mehr gefallen werden.

Fazit:

Das Einzige, was mich an dem Buch wirklich angesprochen hat, waren die Grundidee und die Aufmachung, alles Weitere war absolut nicht meins! Das Buch hat mir auch definitiv Angst vor anderen historischen Romanen gemacht, nachdem ich dieses nun als drittes in diesem Genre abbrechen musste (neben Das Gutshaus und Das geheime Lächeln), obwohl es doch auch solche Schätze (Die letzte Reise der Meerjungfrau, Das Versprechen der Jahre, Das Erdbeermädchen, Die Teerose, ... ) gibt. Diesbezüglich habe ich jetzt wirklich etwas Angst vor zukünftigen Büchern in diesem Genre.


1,5 von 5 Sternen

Und hier bekommt ihr es. ☺
 Amazon 
 Thalia 


Vielen Dank an den Penguin Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥ 
Somit zählt diese Buchbesprechung (ebenso wie die zugehörigen Posts auf Instagram und Erwähnungen auf YouTube oder Goodreads) offiziell als Werbung. Ich betone aber, dass niemand meine Meinung erkauft.